Vor nicht einmal zwanzig Jahren hat erstmals die Menge der digital gespeicherten Information die der analogen übertroffen. Wir kommunizieren, informieren, konsumieren und recherchieren zunehmend digital. Die hierbei entstehende Kommunikation und der Umgang mit Informationen hat spezifische Erscheinungsformen: Größe, Pixel, Schnelligkeit, Sprache, Länge und Abkürzungen, soziales Verhalten und das Nebeneinander vielfältigster Informationen lassen einen neuen Umgang mit Sprache entstehen. Besondere Merkmale digitaler Kommunikation, besonders der Chat-Kommunikation sind eine zunehmende Verschränkung von öffentlicher und privater Sphäre, eine Fragmentierung und Beschleunigung.

Als praktisches Beispiel hierfür sind Überlappungen im Gesprächsverlauf, ein schneller Sprecherwechsel und Asynchronität durch schlechte Server-Verbinung zu nennen. Dafür verantwortlich ist das Bestreben, im Chat durch kurze Nachrichten möglichst lange am Wort zu bleiben.

Text- und Bildinformationen aus Onlinemedien werden in den analogen Raum gestellt und dort inszeniert. Die Projektion auf die Häkelgardine symbolisiert die Ambivalenz des Chats zwischen Öffentlichkeit und Privatheit.

Sprachräume

Semesterprojekt
Sommersemester 2018

Gestaltung:
Nina Lenz
Literatur:
Thaler, Verena: Kommunikation im digitalen Zeitalter. In: QVR (2014), Nr. 43.
Betreuende Dozentin:
Dagmar Korintenberg

Merz Akademie
Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien
Teckstraße 58
70190 Stuttgart

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